Die drei schlimmsten Folgen einer Schwerhörigkeit

Die drei schlimmsten Folgen einer Schwerhörigkeit

Eine Schwerhörigkeit kann zahlreiche Ursachen haben, doch nur selten werden auch ihre Folgen betrachtet. Dabei können diese sogar dazu führen, dass sich die komplette Persönlichkeit der von einer Schwerhörigkeit betroffenen Person verändert. Nachfolgend erfahren Sie daher alles über die drei schlimmsten Folgen einer Schwerhörigkeit und wie Sie damit umgehen können.


​1. Depression

Nicht selten ist eine Schwerhörigkeit die Grundlage für Depressionen. Sie entstehen vor allem dadurch, dass betroffene Personen nicht mehr richtig kommunizieren können. Unterhaltungen und Gesprächen mit ihren Mitmenschen können Hörgeschädigte oft nur schwer folgen, da sie Gesagtes nicht richtig oder falsch verstehen und sich deshalb ausgegrenzt fühlen.

Aus diesem Grund ziehen sich viele Menschen mit einer Schwerhörigkeit immer mehr zurück. Sie kommen sich ausgeschlossen vor, isolieren sich selbst und werden immer unsicherer. Vor allem bei älteren, alleinstehenden Personen kann dieses Verhalten über kurz oder lang zu schwerwiegenden Depressionen führen.

Abhängig vom Zustand des Betroffenen und dem Grad der Schwerhörigkeit kann die Depression unter anderem mit folgenden Symptomen einhergehen:

  • Angst
  • Isolationsgefühl
  • Hilflosigkeit
  • Überforderung
  • Energielosigkeit
  • Innere Leere

Wie können Depressionen vermieden werden?

Betroffene einer Schwerhörigkeit können in solchen Situationen bewusst darauf achten, sich nicht zurückzuziehen und gezielt den Kontakt zu ihren Mitmenschen suchen. Wird eine Verordnung über ein Hörgerät vom HNO-Arzt ausgestellt, sollte man in jedem Fall eine entsprechende Versorgung in Betracht ziehen. Diese erleichtert vor allem in direkten Gesprächen das Sprachverständnis.

Des Weiteren hilft es, seine Mitmenschen über den Zustand der Schwerhörigkeit aufzuklären. Viele von ihnen werden sicherlich Verständnis zeigen und bereits Gesagtes nochmal wiederholen. Bemerkt man bei sich selbst oder einer anderen Person erste Anzeichen einer Depression, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, damit einer weiteren Verschlechterung entgegengewirkt werden kann und im besten Fall eine Heilung erfolgt.

​2. Stress

Neben Depressionen verursachen viele Situationen, in denen Betroffene nicht mehr richtig hören können, vor allem eines: Stress! Im Straßenverkehr beispielsweise müssen Schwerhörige konstant ihr Umfeld im Blick haben, da sie eventuelle Gefahren akustisch nicht mehr wahrnehmen können.

Auch bei Unterhaltungen mit mehreren Personen erfordert es große Anstrengung, den Gegenüber zu verstehen. Alltagsabläufe, die für Normalhörende völlig unbewusst von statten gehen, werden für Menschen mit einer Hörminderung zu unangenehmen und stressigen Situationen, die scheinbar unkontrollierbar sind.


Wie wirke ich dem Stress entgegen?

Betroffenen einer Schwerhörigkeit wird in vielen Fällen zunächst zu einer Versorgung mit Hörgeräten geraten. Diese hilft aber nicht immer, den Stress vollständig zu bewältigen. Folgende Techniken können daher ergänzend zum Hörgerät angewandt werden:

  • Die richtige Einstellung

Machen Sie sich bewusst, in welchen Situationen ihr Stresslevel besonders hoch ist und analysieren Sie, wodurch dieses Gefühl in Ihnen hervorgerufen wird und wie Sie zukünftig damit umgehen möchten. Gehen Sie mit dieser positiven Einstellung dann in die zukünftige Stresssituation. Sie werden merken, dass Probleme, die Sie in Ihrem Kopf zuvor bereits gelöst haben, weniger stressig sind.

  • Wirklichkeit = Wahrnehmung?

In stressigen Situationen sind wir oft angespannt und empfinden Gefühle intensiver, als sie eigentlich sind. Seien Sie bei der anschließenden Stressanalyse deshalb unbedingt ehrlich und kritisch zu sich selbst. Vielleicht ist die Situation doch nicht so problematisch wie zuerst gedacht?

  • Die Kunst, Fehler zu akzeptieren

Niemand ist perfekt. Dieser Satz ist vermutlich schon so alt wie die Menschheit selbst und doch ist er nicht weniger wahr. Lernen Sie, dass Stressempfinden etwas ganz Natürliches ist und machen Sie sich auf keinen Fall noch mehr Druck, nur weil Sie in einer bestimmten Situation gestresst waren. Lassen Sie sich von Ihrer Hörminderung nicht den Alltag bestimmen, sondern freuen Sie sich über die positiven Dinge, die Sie tagtäglich erreichen.


​3. Demenz

Eine weitere Folge von Schwerhörigkeit kann Demenz sein. Ob und wie stark sich diese ausbreitet ist von Betroffenem zu Betroffenem unterschiedlich, die Ursachen sind allerdings dieselben: Bei einer Schwerhörigkeit, die nicht durch ein Hörgerät ausgeglichen wird, gewöhnt sich das Gehirn mit der Zeit an das geringe Hörvermögen.

Durch den Mangel an akustischen Reizen kann die intellektuelle Leistungsfähigkeit verringert werden, was in Kombination mit dem sozialen Rückzug zu Demenz führen kann. Dieser Vorgang ist irreversibel, konkret bedeutet dies: Verlernt das Gehirn erst einmal, bestimmte Frequenzbereiche wahrzunehmen, kann dieser Vorgang nicht rückgängig gemacht werden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eine vorliegende Schwerhörigkeit so früh wie möglich durch ein Hörgerät auszugleichen.


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