Oticon – Der Mensch im Mittelpunkt

Oticon – Der Mensch im Mittelpunkt

In Teil 3 unserer Serie über die Hersteller von Hörgeräten stelle ich Ihnen heute Oticon vor. Die Erfolgsgeschichte Oticons beginnt im Jahr 1902 als Hans Demant – in der Hoffnung seiner hörgeschädigten Frau helfen zu können – von Dänemark nach England reist, um ein Hörgerät zu kaufen. Da er auch anderen Menschen helfen will, schließt er einen Vertrag mit der amerikanischen General Acoustic Co. ab und führt damit die ersten Hörgeräte in Dänemark ein.


Unternehmen und Familie vereint

Als sein Vater Hans im Jahre 1910 verstirbt, übernimmt William Demant dessen Geschäfte und beginnt erste Erfahrungen über die Fertigung und Reparatur von Hörgeräten zu sammeln. Diese kommen ihm während des späteren amerikanischen Börsencrashs und den damit verbundenen Handelsbeschränkungen bezüglich des Exports von Fertigwaren zu Gute. Er importiert Hörgeräte ohne Kabel und Batterien, welche er dann in Dänemark vervollständigen lässt.

Als William während des Zweiten Weltkriegs dann weder aus den USA, noch aus England oder Frankreich Bauteile für Hörgeräte erhält, beginnt er mit der Fertigung des ersten in Dänemark hergestellten Hörgerätes „Acousticus". 50 Jahre nach der Gründung ist Oticon der führende Anbieter von Hörgeräten im öffentlichen Sektor Dänemarks und eröffnet einige Jahre später Niederlassungen in Deutschland, Norwegen, Japan, China sowie zahlreichen weiteren Ländern.


Eine unternehmerische Neuheit

Bekannt wurde das Unternehmen unter anderem auch durch seine so genannte „Spaghetti- Organisation". Dieser Name geht auf gekochte Spaghetti zurück, welche chaotisch durcheinanderliegen aber am Ende doch eine leckere Mahlzeit ergeben. Auf Oticon übertragen sollen die Mitarbeiter, welche an keine funktionale Abteilung und keine Hierarchie gebunden sind, die Rolle der Spaghetti übernehmen.

Konkret bedeutet dies, dass jeder Mitarbeiter selbst entscheiden kann, welche Aufgaben er übernimmt und an welchem Projekt er arbeiten möchte. Ein Projekt-Team kann dabei bis zu 70 Mitarbeiter umfassen und wird nach Projekt-Abschluss wieder aufgelöst, sodass sich die Mitarbeiter neuen Projekten widmen können und neue Teams formen. Die Spaghetti-Organisation entstand aufgrund Oticons Problemen, die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten und sollte die eigenen Ideen und Innovationsansätze der Mitarbeiter fördern.


Umdenken ist angesagt!

Hierfür war zunächst natürlich ein starker Wandel erforderlich: Weg von Hierarchien und vorgegebenen Strukturen und hin zu einem vermeintlich chaotischen, aber doch teamorganisierten und projektbasierten Chaos. Hierbei war vor allem wichtig, dass an der übergeordneten Strategie des Unternehmens nicht vorbeigearbeitet wird und sich das Vertrauen des Managements in seine Mitarbeiter auch auszahlt.

Im Falle Oticon ging dieses Konzept auf: Die Mitarbeiter erfreuen sich an den flachen Hierarchiestrukturen, können ihre eigenen Konzepte und Ideen einbringen und sind deutlich motivierter, was nicht zuletzt auf den Erwartungsdruck der Kollegen zurückgeht. Gleichzeitig kann das Unternehmen aufgrund der projektbasierten Organisation schnelle Lösungen entwickeln und sich bezüglich Aktion und Reaktion flexibler an den Markt anpassen.

Heute, nach mehr als einem Jahrhundert des Bestehens, erfüllen Oticon-Geräte neueste technische Standards und sind dank mordernster Technik perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst, was nicht zuletzt sicher auch der innovativen Organisationsstruktur zu verdanken ist. Alle Informationen zu Oticon-Hörgeräten finden Sie bei PROAURIS. Unsere Hörakustiker beraten Sie kostenlos und unabhängig bei all Ihren Fragen.


Oticon überzeugt

Hörgeräte von Oticon erfüllen dank ständiger Forschung die höchsten technischen Ansprüche und unterstützen Betroffene einer Hörschädigung mit maximalem Komfort. Die zahlreichen Modelle, welche in vielen verschiedenen Bauformen erhältlich sind, sind perfekt auf die Bedürfnisse ihres Trägers angepasst und in zahlreichen Modellvarianten verfügbar. Sie ermöglichen ein natürliches Sprachverständnis, unterstützen richtungsorientiertes Hören und passen sich dem individuellen Lebensstil des Hörgeräteträgers an.

Abhängig vom Modell, verfügen die Hörgeräte beispielsweise über folgende Funktionen:

  • Rückkopplungsunterdrückung
  • 360 ° Hör-Erlebnis
  • BrainHearing Technologie 
  • Bluetoothkompatibilität
  • Tinnitus Noiser

Mit Oticon-Geräten können Hörgeschädigte auch in geräuschvoller Umgebung aktiv an Unterhaltungen teilnehmen, ohne Gesagtes zu verpassen. Viele von ihnen sind dank einer nanobeschichteten Schale extrem robust und vor Verunreinigungen wie Feuchtigkeit und Staub geschützt.​

Sie haben Fragen oder benötigen weitere Informationen zu Oticon? Unsere Hörgeräte-Experten stehen Ihnen mit einer neutralen und unverbindlichen Beratung gerne zur Seite.​


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