Aufbau von Hörgeräten


Heutige Hörgeräte sind ebenso klein wie komplex. Doch bestehen sie im wesentlichen Aufbau aus wenigen Grundelementen, welche mit moderner Technik unterstützt und weiterentwickelt werden. Jedes Hörgerät hat mindestens ein Mikrofon, einen Verstärker beziehungsweise signalverarbeitenden Prozessor sowie einen Lautsprecher (“Hörer”). Zusätzliche, bauformabhängige Bestandteile sind die Batterie/der Akku, Bedienelemente, eine Telefonspule und ein Sender/Empfänger für drahtlose Signalübertragung.

Aufbau eines Hörgeräts

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Das Mikrofon

Das Mikrofon ist ein grundsätzliches Element im Aufbau eines Hörgerätes, ohne das logischerweise kein Modell auskommt. Es ist das erste Glied in einer langen Signalverarbeitungskette. Seine Aufgabe ist es, Schall so naturgetreu wie möglich aufzunehmen. Dazu wird es so nah wie möglich an das Ohr gesetzt. Wäre es an einem anderen Körperort platziert, so würde der aufgenommene Schall anders klingen als das Gehirn es gewohnt ist. Nach der Aufnahme des Schalls wandelt das Mikrofon den Schall in ein elektrisches Signal um und schickt es, je nach Aufbau des Hörgerätes, an einen analogen Verstärker oder einen digitalen Signalprozessor.

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Der Verstärker/Signalprozessor

Bei einem Hörgerät mit analogem Aufbau wird der Schall “einfach” linear verstärkt. Vereinfacht bedeutet das, wenn zuerst ein hoher und dann ein niedriger Schallpegel ankommt, wird auch ein hoch verstärktes und dann ein niedrig verstärktes Signal ins Ohr des Hörgeschädigten ausgegeben. Hierzu dient der Verstärker. Zwar lassen sich seine Verstärkungseigenschaften meist mit Miniatur-Stellschrauben vom Hörgeräteakustiker anpassen, im Vergleich zu einem digitalen Signalprozessor ist er aber klar eingeschränkter. Ein digitaler Signalprozessor zerlegt das vom Mikrofon kommende Signal mithilfe eines Algorithmus in verschiedene Kanäle, wobei ein Kanal einen bestimmten Frequenzbereich abdeckt. Ein modernes System hat mindestens vier Kanäle, je nach Hersteller und Preisklasse gibt es aber auch bis zu 48 unterschiedliche Kanäle. Jeder Kanal kann einzeln auf die Bedürfnisse des Trägers angepasst werden.

Analoge Hörgeräte waren lange Zeit die Einzigen mit elektronischem Aufbau. Heutzutage werden praktisch nur noch digitale Geräte vertrieben, außerdem muss zum Beispiel in Deutschland ein Gerät einen digitalen Signalprozessor besitzen, um von einer gesetzlichen Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft bezuschusst zu werden.

Der Lautsprecher (Hörer)

Der Hörer ist je nach Aufbau der verschiedenen Hörgeräte-Bauformen unterschiedlich platziert. Unabhängig von der Bauform hat er jedoch dieselbe Aufgabe. Er wandelt nach einem elektromagnetischen Prinzip einen vom Verstärker abgegebenen Stromfluss in Schallwellen um. Dazu nutzt er die Kombination von einer Spule und einem Dauermagneten, welcher einen Treibstift bewegt. Dieser versetzt eine Membran in Schwingungen, was schließlich den Schall darstellt. Diese Art der Schallerzeugung hat sich als sehr nützlich herausgestellt, da sie eine hohe Energieeffizienz bietet. So kann ein Hörgerät über mehrere Stunden mit einer Batterie oder Akkuladung betrieben werden.

Bei einem Standard-Hinter-dem-Ohr-Hörgerät ist der Hörer fest im Gehäuse verbaut. Der von ihm erzeugte Schall wird durch einen Schallkanal in das Ohr geleitet. Am Ende des Schallkanals sitzt eine Otoplastik (auch: Ohrpassstück). Sie ist individuell an den Aufbau des Gehörgangs angepasst und sitzt somit fest im Ohr.

Eine Variante des Hinter-dem-Ohr-Gerätes ist das sogenannte Ex-Hörer-Modell, welches einen etwas anderen Aufbau hat. Hier wird der Lautsprecher bzw. Hörer durch eine ebenfalls individuelle Otoplastik im Gehörgang gehalten. Anstelle des Schallkanals haben Ex-Hörer-Hörgeräte eine dünne Kabelleitung, welche den vom Signalprozessor abgegebenen Strom an den Hörer leitet. In-dem-Ohr-Geräte haben technisch einen ähnlichen Aufbau wie Hinter-dem-Ohr-Modelle; allerdings ist hier die Elektronik noch kompakter in einer Hohlschale zusammengefasst, welche je nach Bauart mehr oder weniger tief im Gehörgang sitzt.

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