Automatische Richtwirkung


Das Hören ist an sich schon ein sehr komplexer Vorgang, wobei akustische Raumorientierung eine spezielle Leistung des Gehörs darstellt. Bei einem Hörverlust übernehmen spezielle Mikrofone die Aufnahme der Audiosignale, welche mit einer automatischen Richtwirkung ausgestatten sind.

Wie funktioniert das natürliche Richtungshören?

Die Bestimmung von Position und Entfernung einer Schallquelle erfolgt allgemein durch den Vergleich einer Schallquelle, welche auf beide Ohren trifft. Die neuronalen „Berechnung“ der Schallrichtung hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Die zeitliche Differenz: Die Zeitspanne, die zwischen dem Ankommen einer Schallwelle am linken bzw. rechten Ohr liegt

  • Differenz des Schalldrucks: Befindet sich die Schallquelle seitlich von einem Ohr, ist der Schalldruck auf dem anderen Ohr wesentlich geringer, da der Schädel als akustischer Schatten fungiert

  • Unterschiede in der Klangfarbe: Je nachdem, wo die Position des Audiosignals ist, wird der Klang durch die Form der Ohrmuschel beeinflusst

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Automatische Richtwirkung bei modernen Hörgeräten

Bei einem Hörverlust werden Audiosignale erst ab einem bestimmten Schalldruckpegel wahrgenommen, was das natürliche Richtungshören zudem erschwert. Abhilfe können Hörgeräte schaffen, welche seit den 1970er Jahren mit Richtmikrofonen ausgestattet sind. Zuvor besaßen die Hörgeräte sogenannte Kugelmikrofone, um den ganzen Raum gleich stark aufzunehmen. Anfangs stellten die Hörgeräte die Richtmikrofone so ein, dass nur optimales Sprachverstehen gewährleistet werden konnte, wenn der Gesprächspartner sich frontal vor dem Hörgeräteträger befindet.

Moderne Hörgeräte besitzen mittlerweile eine automatische Richtwirkung, welche die Position des Audiosignals analysiert und dementsprechend andere Positionen nur reduziert verstärkt. Durch die automatische Richtwirkung kann stets Sprache hervorgehoben werden, unabhängig von der Position im Raum, sodass das natürliche Richtungshören nachgeahmt werden kann.

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Richtungshören bei einseitiger Taubheit

CROS-Funktion

Bei einer einseitigen Taubheit ist das natürliche Richtungshören besonders beeinträchtigt, da Signale, welche auf das taube Ohr treffen, nur in sehr abgeschwächter Form von dem gesunden Ohr aufgenommen werden können. Um die akustische Orientierung wiederherzustellen, gibt es Hörgeräte mit einer sogenannten CROS-Funktion. Auf das taube Ohr wird ein Mikrofonsystem mit automatischer Richtwirkung gesetzt, welches den ankommenden Schall aufnimmt und drahtlos zu dem Empfängergerät, welches auf dem gesunden Ohr sitzt, sendet. Das Empfängergerät gibt das übertragene Audiosignal in den Gehörgang, wodurch der Raum komplett akustisch wahrgenommen werden kann.

BiCROS-Funktion

Leidet man neben einer einseitigen Taubheit auch noch unter einem Hörverlust, kann ein Hörgerät mit BiCROS-Funktion Abhilfe schaffen. Die Funktion ist prinzipiell dieselbe wie bei einer CROS- Versorgung, mit dem Unterschied, dass das Empfängergerät die ankommenden Audiosignale stets verstärkt und sich auf diesem Gerät zusätzlich auch Mikrofone mit einer automatischen Richtwirkung befinden.

Mikrofone mit einer automatischen Richtwirkung verbessern folglich nicht nur die Sprachverständlichkeit bei Lärm, sondern ermöglichen zudem die akustische Orientierung, selbst bei einer einseitigen Taubheit.

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