Kostenübernahme bei Hörgeräten


Welchen Anteil übernimmt die Krankenkasse an den Hörgeräte-Kosten?

Seit dem ersten November 2013 gelten neue Mindest-Festbeträge welche die Krankenkasse Hörgeschädigten ab dem 18. Lebensjahr als Zuzahlung zu deren Hörgeräte, zahlen muss. Im Kern besagt der neue Beschluss, dass ein gesetzlich Krankenversicherter den vollen Anspruch auf Hörsysteme hat, welche seinen Hörverlust dem Stand der Technik entsprechend möglichst weitgehend ausgleichen. Dazu gehören nicht nur die Hörgerätkosten, sondern auch die Arbeitsleistung und sonstige Materialkosten des Hörakustikers.

Liegt eine einseitige Hörminderung vor, übernimmt die Krankenkasse bei einer Verordnung durch den HNO-Arzt ca. 785 € der Kosten. Der Zuzahlungsbetrag bei einer binauralen (beidseitigen) Versorgung liegt bei rund 1.500 €. Betroffene, die unter einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit liegen, erhalten außerdem einen höheren Festbetrag, da sie in den Schweregrad WHO4 eingestuft werden.

Ist der Hörgeschädigte davon überzeugt, nur mit einem Hörsystem einer höheren Preisklasse Abhilfe zu erlangen, sollte er von seinem Recht Gebrauch machen und bei der Krankenkasse einen Antrag auf eine Mehrkosten-Übernahme stellen. Sollte dieser abgelehnt werden, kann gegebenenfalls eine Klage beim Sozialgericht hilfreich sein.

Rückruf vereinbaren

  • Für wen suchen Sie ein Hörgerät?
    WEITER
  • Wurde bereits ein Hörtest durchgeführt?
    WEITER
  • Trägt die betreffende Person bereits Hörgeräte?
    WEITER
  • In welchen Gesprächssituationen soll das Hören verbessert werden?
    (Sie können mehrere Antworten wählen)
    WEITER
  • Wie lautet Ihre Postleitzahl?
    WEITER
  • Sie erhalten umgehend Ihr persönliches Infopaket per E-Mail.
  • Wir rufen Sie zu Ihrem Wunschtermin zurück!
    Wir behandeln Ihre Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung unter strenger Einhaltung der Regeln der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Ihre Telefonnummer wird ausschließlich für die telefonische Beratung verwendet.

 

Bevor man allerdings an eine Klage denkt, sollte man ausreichend Rücksprache mit seinem Hörakustiker halten und sich seiner Ansprüche sehr sicher sein. Folgende Hilfsmittel-Richtlinie soll das Versorgungsziel bestmöglich definieren:

"Zielsetzung der Hörgeräteversorgung ist es, ein Funktionsdefizit des beidohrigen Hörvermögens […] möglichst weitgehend auszugleichen und dabei - soweit möglich - ein Sprachverstehen bei Umgebungsgeräuschen und in größeren Personengruppen zu erreichen."

Diese Zielsetzung fand schließlich einen Platz in den Versorgungsverträgen. Dabei sollte beachtet werden, dass die Geräte nicht vom neusten Design sein müssen, allerdings in ihrem Hörerfolg den hochpreisigen Hörgeräten nicht wesentlich nachstehen dürfen. Die Hörakustiker haben sich zudem in den Versorgungsverträgen dazu verpflichtet, den Versicherten jeweils mindestens ein geeignetes Hörgerät zum Nulltarif anzubieten, welches den Hörverlust dem Stand der Technik entsprechend ausgleicht und auch ein Sprachverstehen trotz Umgebungsgeräuschen und in größeren Personengruppen gewährleistet. 2013 wurde entschieden, dass Hörgeräte mit mindestens vier Frequenzkanälen, drei Hörprogrammen, einer Störschallreduzierung sowie einer Rückkopplungsunterdrückung ausgestattet sein müssen. Sind auch Sie momentan auf der Suche nach einem neuen Hörgerät? Unsere Hörakustiker von PROAURIS helfen Ihnen gerne weiter.

Kostenübernahme bei Hörgeräten bezüglich des Hörens im Störschall

Laut Vertragsziel soll dem Hörgeschädigten versichert werden, einen Hörerfolg selbst bei Störschall wie „Umgebungsgeräuschen und größeren Personengruppen“ zu erlangen. Seit dem 24. November 2016 ist ebenfalls eine Messung im Störschall Standard, sodass gewährleistet werden kann, dass auch in geräuschvoller Umgebung gutes Verstehen möglich ist.

Eckpunkte des am 17.02.2017 in Kraft getretenen Beschlusses gewährleisten dem Betroffenen eine Überprüfung des Versorgungserfolgs im Störschall mithilfe des Freiburger Einsilbertests. Laut § 22 Absatz 3 wurde auch für die einohrige Hörgeräteversorgung der Freiburger Einsilbertest im Störgeräusch zur Überprüfung des Hörgeräteversorgungs-Erfolges festgelegt. Generell gibt es eine Vielzahl von Hörgeräten, welche mit aktueller digitaler Hörgeräte-Techniken ausgestattet sind und eine ausreichende Hörversorgung gewährleisten, auch zum Nulltarif.


Sie haben eine Frage?
  • Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0631 / 20 400 500 an oder lassen Sie sich von unseren Hörgeräte-Experten kostenlos und unverbindlich zurückrufen.
Bekannt aus - Desktop
Bekannt aus - Tablet
Bekannt aus - Smartphone