Rückkopplungsunterdrückung


Moderne Hörgeräte sind technisch auf einem sehr hohen Stand und können Hörgeschädigten ihren Alltag ungemein erleichtern. Doch auch bei den ausgefeiltesten Geräten kann es mitunter zu lästigen Pfeifgeräuschen kommen, die für den Träger sehr unangenehm sind. Die Pfeifgeräusche werden auch Rückkopplungen genannt und können sowohl bei In-dem-Ohr- als auch Hinter-dem-Ohr-Varianten auftreten. Die Ursachen, welche das störende Pfeifen auslösen, können unterschiedlich sein. Abhilfe schaffen kann eine im Hörgerät integrierte Rückkopplungsunterdrückung.

 

 

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Wie entstehen Rückkopplungen?

Die Ohrmuschel (Auricula auris) ist ein Teil des Außenohrs. Sie besteht aus einem mit Haut überzogenen Gerüst aus elastischem Knorpel. Die Funktion der Ohrmuschel ist das Auffangen von Schallwellen sowie die Lokalisation einer Schallquelle. Durch die verschiedenen Wölbungen der Ohrmuschel wird der ankommende Schall gebrochen und dadurch, abhängig von seinen Frequenzanteilen, verschieden gedämpft. Beispielsweise wird der von hinten ankommende Schall etwas gedämpft, was dem Gehirn Informationen über die räumliche Herkunft einer Schallquelle gibt. Häufig gibt es 3D-Pinna-Modelle beim Hörakustiker, also ein 3D-Modell der Ohrmuschel damit man die Funktionsweise besser verstehen kann.

Rückkopplung durch austretenden Schall
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Ursachen von störenden Pfeifgeräuschen

Die Ursachen für Rückkopplungseffekte können unterschiedlich und sowohl technisch als auch anatomisch bedingt sein. Häufige Ursachen sind:

  • Defektes oder falsch sitzendes Ohrpassstück

    • Durch ein falsch sitzendes oder defektes Ohrpassstück, welches zum Beispiel Risse aufweist, kann der Schall, der normalerweise im Gehörgang verbleibt, wieder nach außen gelangen und damit die beschriebenen Rückkopplungseffekte auslösen. Insbesondere bei älteren Geräten, die schon lange getragen werden, kann sich eine Veränderung in Sitz und Passform ergeben. Auch eine Gewichtszunahme oder -abnahme kann hat Auswirkungen auf die Passform im Ohr. Auch ein alter, verhärteter Schallschlauch kann dazu beitragen, dass das Ohrpassstück nicht mehr richtig sitzt. Es empfiehlt sich, das Ohrpassstück und seinen korrekten Sitz regelmäßig vom Hörakustiker kontrollieren zu lassen.

  • Falsche Einstellungen

    • Ist das Hörgerät beispielsweise zu laut eingestellt, sind Rückkopplungseffekte wahrscheinlicher. Gleiches gilt, wenn die Mikrofone zu sensibel auf Schallsignale reagieren. In diesem Fall sollte der Hörakustiker Abhilfe schaffen, indem er die Einstellungen überprüft und korrigiert.

  • Ohrenschmalz

    • Wenn viel Ohrenschmalz produziert wird, kann sich ein Pfropfen bilden, der durch ständiges Einsetzen des Gerätes in Richtung Trommelfell geschoben wird. Als Folge können Schallsignale nicht weiter in den Gehörgang gelangen, sondern dringen nach außen, werden von den Mikrofonen aufgenommen und es kommt zu Pfeifgeräuschen. Abhilfe kann hier der HNO-Arzt schaffen, indem er das tiefsitzende Ohrenschmalz entfernt.

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Rückkopplungsunterdrückung – welche Möglichkeiten gibt es?

  • Rückkopplungsunterdrückung durch Absenken der Verstärkung

    • Moderne Hörgeräte sind in der Regel mit einer automatischen Rückkopplungsunterdrückung ausgestattet, die bei Bedarf vom Hörakustiker am Gerät eingestellt werden kann oder die das Gerät selbst aktiviert, wenn es notwendig ist. Die automatische Rückkopplungsunterdrückung sorgt dafür, dass die Verstärkung der Frequenzen, die das Pfeifen verursachen, abgesenkt wird. Durch dieses Vorgehen können die Pfeifgeräusche zwar unterdrückt werden, jedoch sollte der reduzierte Verstärkungsbereich nicht zu schlechterem Sprachverstehen bei anderen Frequenzen führen.

  • Rückkopplungsunterdrückung durch Notch-Filter

    • Mit einem Notch-Filter soll eine Dämpfung bestimmter Frequenzen erreicht werden. Er kann speziell auf die Rückkopplungsfrequenz eingestellt werden und somit diese Frequenzen dämpfen. Diese Art der Rückkopplungsunterdrückung stellt eine statische Anpassung dar und ist von Nachteil, wenn sich plötzlich Rückkopplungen bei anderen Frequenzen ergeben, da hierauf nicht automatisch reagiert werden kann.

  • Rückkopplungsunterdrückung durch Gegensignal

    • Erkennt das Hörgerät eine Rückkopplung, so erzeugt es ein Signal, das phasenverschoben zum Pfeifgeräusch ist. Durch dieses phasenverschobene Gegensignal wird dann der Pfeifton ausgelöscht.

Im Idealfall ist eine Rückkopplungsunterdrückung aufgrund eines einwandfrei funktionierenden und korrekt eingestellten Hörgeräts nicht notwendig. Sollte es jedoch trotzdem zum lästigen Pfeifen im Ohr kommen, bietet die Rückkopplungsunterdrückung eine gute und schnelle Möglichkeit darauf zu reagieren.

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