Schallempfindungsschwerhörigkeit


Was ist eine Schallempfindungsschwerhörigkeit?

Bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit liegt der Grund der Schädigung im Innenohr oder am Hörnerv. Hier kann zwischen verschiedenen Typen unterschieden werden: Bei einer endocholeären Schwerhörigkeit sitzt der Schaden in der Hörschnecke und bei einer retrocochleären liegt er hinter der Hörschnecke.

Diagnose einer Schallempfindungsschwerhörigkeit

Bei einer Otoskopie schaut der Hals-Nasen-Ohren-Arzt mit einem Otoskop in den Gehörgang und betrachtet das Trommelfell. Liegt eine Schallempfindungsschwerhörigkeit vor, lässt sich bei einer Otoskopie allerdings nichts feststellen. Im Tonaudiogramm sieht man, dass die Schallweiterleitung sowohl über die Luft als auch über den Knochen gleich schlecht ist. Da bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit die Luftleitung schlechter wäre als die Knochenleitung, kann man diese Art der Schwerhörigkeit ausschließen.

Rückruf vereinbaren

  • Für wen suchen Sie ein Hörgerät?
    WEITER
  • Wurde bereits ein Hörtest durchgeführt?
    WEITER
  • Trägt die betreffende Person bereits Hörgeräte?
    WEITER
  • In welchen Gesprächssituationen soll das Hören verbessert werden?
    (Sie können mehrere Antworten wählen)
    WEITER
  • Wie lautet Ihre Postleitzahl?
    WEITER
  • Sie erhalten umgehend Ihr persönliches Infopaket per E-Mail.
  • Wir rufen Sie zu Ihrem Wunschtermin zurück!
    Wir behandeln Ihre Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung unter strenger Einhaltung der Regeln der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Ihre Telefonnummer wird ausschließlich für die telefonische Beratung verwendet.

Um zu überprüfen ob es sich um eine Schädigung im Mittelohr handelt, wird eine Impedanzaudiometrie durchgeführt, um den akustischen Scheinwiderstand des Trommelfells zu messen. Diese besteht aus zwei Messungen, der Typanometrie und der Stapediusreflexmessung, die beide nacheinander innerhalb von etwa 30 Sekunden hintereinander ablaufen und schmerzfrei durchgeführt werden können. Um das Tonaudiogramm zu erweitern, wird über einen Kopfhörer und einen sogenannten Knochenleitungshörer Töne vorgespielt und die Testperson muss den Zeitpunkt angeben, wann sie diese Töne das erste Mal wahrnimmt. Außerdem wird die Hörschwelle bestimmt, welche angibt bei welcher Lautstärke und Schmerzgrenze Töne wahrgenommen werden, beziehungsweise als unangenehm erscheinen.

Im Sprachaudiogramm wird anschließend das maximale Sprachverständnis gemessen. Liegt eine Schallempfindungsschwerhörigkeit vor, erkennt man hier eine deutliche Abflachung der Kurve im Gegensatz zu der eines Normalhörenden. Bestimmte Tests wie zum Beispiel die SISI-, Lüscher- oder Fowler-Tests können anzeigen ob der Hörschaden endo- oder retrocochleär ist, also in oder hinter der Hörschnecke liegt. Durch otoakustische Emissionen lassen sich Schlüsse auf die Funktion der äußeren Haarsinneszellen schließen. Ist diese uneingeschränkt, deutet dies auf eine Schallempfindungsschwerhörigkeit hin. Der Verlauf einer Innenohrschwerhörigkeit verläuft oft schleichend, wenn es sich um eine chronische Schallempfindungsschwerhörigkeit handelt. Zunächst gehen die Frequenzen gerade in den oberen Bereichen verloren und das Gehörte wird eher dumpf wahrgenommen. Bei einer akuten Schallempfindungsschwerhörigkeit treten die Symptome plötzlich nach einem Auslöser wie einem Knall auf, können aber bei entsprechender Behandlung innerhalb einer kurzen Erholungsphase verschwinden.

Ursachen einer Schallempfindungsschwerhörigkeit

Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit kann angeboren oder im frühkindlichen Stadium durch beispielsweise Erbschäden oder Infektionen im Mutterleib aufgrund einer Krankheit der Mutter während der Schwangerschaft, erworben werden. Es kann auch zu Schäden kommen, wenn das Kind nicht genügend Sauerstoff bekommt. Im fortgeschrittenen Alter kann Presbyakusis, also Altersdegeneration, eine Ursache für eine Schallempfindungsschwerhörigkeit sein.

Bestimmte Erkrankungen, wie die Innenohrkrankheit Labyrinthitis (Innenohrentzündung), Stoffwechselerkrankung, Gefäßverengungen (Arteriosklerose), das Zervikal-Syndrom oder ototoxische Medikamente, aber auch Vergiftungen durch Kohlenmonoxid, Anilin, Nitrobenzol, Quecksilber und Blei, können ebenfalls diese Hörstörung verursachen. Anbei eine Liste an Infektionen die zu einer Innenohrschwerhörigkeit führen können:

  • Syphilis (Leus)

  • Zoster oticus

  • Hirnhautentzündung

  • AIDS

  • Taxoplasmose

  • Borreliose

  • Tuberkulose

  • Mumps

  • Masern

Ein Schall- oder Lärmtrauma kann ebenfalls zu einer dauerhaften Schallempfindungsschwerhörigkeit führen. Weiter Ursachen können ein Hörsturz oder Morbus Menière sein. Neben Erkrankungen und Infektionen kann auch eine Fraktur des Schädels zu diesem Innenohrschaden führen, wenn es dabei zu einem Querbruch des Felsenbeins kommt.

Abhängig vom Ort der Schallempfindungsschwerhörigkeit in der Hörschnecke kann man verschiedene Arten der Schwerhörigkeit unterscheiden:

  • Basocochleär - entspricht einer Hochtonschwerhörigkeit

  • Mediocochleär - bezeichnet eine Schwerhörigkeit der mittleren Tonfrequenzen

  • Apikocochleär - ist mit einer Tieftonschwerhörigkeit gleichzusetzen

Sind alle Frequenzen gleich schlecht hörbar, spricht man von einer pancochleären, also einer breitbandigen, Schwerhörigkeit.

Therapie einer Schallempfindungsschwerhörigkeit

Entzündungsbedingte Innenohrschäden könnten in seltenen Fällen mit Medikamenten behandelt oder durch eine Operation am Fortschreiten gehindert werden. In der Regel kann man eine Schallempfindungsschwerhörigkeit jedoch nicht behandeln. Hörgeräte können die Schädigung allerdings sehr gut kompensieren. Bei Taubheit kann auch ein Cochlea Implantat das Hören wieder ermöglichen.

Sie haben eine Frage?
  • Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0631 / 20 400 500 an oder lassen Sie sich von unseren Hörgeräte-Experten kostenlos und unverbindlich zurückrufen.
Bekannt aus - Desktop
Bekannt aus - Tablet
Bekannt aus - Smartphone