Hypakusis


Studien ergaben, dass 16 % der Erwachsenen schwerhörig sind, also an einer Hypakusis leiden. Aber was ist eine Hypakusis überhaupt? Hypakusis ist der Fachausdruck für eine Schwerhörigkeit. Es kann sich hierbei um einen leichten, über einen mittleren, bis hin zu einem hochgradigen Hörverlust handeln. Abhängig vom Ort der Störung im Ohr, lässt sich eine Hypakusis in zwei Arten unterteilen: Die Schallleitungsschwerhörigkeit und die Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Eine Schallleitungsschwerhörigkeit, auch Schallleitungsstörung oder Mittelohrschwerhörigkeit genannt, tritt entweder im Außen- oder Mittelohr auf. Wenn die Schallsignale auf das äußere Ohr treffen, werden Sie über die Luftleitung bis zum Trommelfell und von dort an über die Gehörknöchelchen weiter bis zum Innenohr geleitet. Dieser mechanische Vorgang ist bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit gestört.

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Außebohr
Das Mittelohr

Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit tritt im Innenohr auf. Dort befindet sich die Hörschnecke, welche mit einer Flüssigkeit gefüllt ist und die sogenannten Haarsinneszellen besitzt. Durch den Schall werden diese Haarsinneszellen bewegt, geben die Impulse an den Hörnerv weiter und stimulieren dann das Gehirn, welches die Töne letztendlich wahrnehmbar macht. Wenn der Schall schließlich nicht mehr von den Haarzellen im Ohr weitergeleitet werden kann, handelt es sich um eine Hypakusis, welche man in diesem Fall auch als Schallempfindungsschwerhörigkeit bezeichnet.

Das Innenohr

 

 

Symptome einer Hypakusis

Abhängig von der Art und der Ausprägung der Hypakusis, kann diese sich durch verschiedene Symptome äußern. Diese können beispielsweise folgende sein:

  • Der Betroffene kann Unterhaltungen mit mehreren Personen nur schwer folgen

  • Unterhaltungen in Hörsituationen mit einem höheren Störgeräuschpegel bereiten Schwierigkeiten

  • Naturgeräusche wie Blätterrascheln oder Vogelgezwitscher werden nicht mehr wahrgenommen

  • Das Ticken einer Uhr oder Surren anderer Haushaltsgeräte wird nicht mehr gehört

  • Hohe Geräusche wie Frauen- oder Kinderstimmen werden als leise/undeutlich empfunden

  • Die Klarheit und Deutlichkeit von Gehörtem schwindet zunehmend

  • Handelt es sich um eine Störung im Innenohr, können auch Schwindelanfälle, Gleichgewichtsstörungen oder ein Tinnitus Anzeichen für eine Schwerhörigkeit sein

Leide ich unter einer Hypakusis?

Gerade ältere Menschen stellen sich manchmal die Frage, ob sie noch ausreichend gut hören oder nicht doch unter einer Schwerhörigkeit leiden. Bevor eine professionelle Diagnose durchgeführt wird, können sich Zweifelnde bereits einige Fragen stellen, die auf eine eventuell vorliegende Hypakusis deuten:

  • Werde ich von anderen Personen angesprochen, weil beispielsweise der Fernseher zu laut aufgedreht ist?

  • Überhöre ich regelmäßig das Klingeln des Telefons oder der Haustüre?

  • Habe ich Schwierigkeiten damit, meinen Gegenüber an einem Tisch mit mehreren Personen richtig zu verstehen?

  • Kann ich die andere Person während eines Telefongesprächs nur leise oder undeutlich wahrnehmen?

  • Bitte ich meine Mitmenschen oft, Gesagtes zu wiederholen?

Diese Fragen dienen nur zur Orientierung und können einen ersten Anhaltspunkt für das Vorliegen einer Hypakusis sein, sollten jedoch nicht als ausschließliche Selbstdiagnose verwendet werden. Vielmehr sollte bei dem ersten Verdacht einer vorliegenden Schwerhörigkeit immer ein professioneller Hörtest durch den HNO-Arzt oder einen Hörakustiker durchgeführt werden, denn nur so ist eine qualitative Aussage über das Hörvermögen einer Person zu treffen.

Ursachen einer Hypakusis

Welche Ursache einer Hypakusis zu Grunde liegt, hängt davon ab, ob es sich um eine Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit handelt. Zu den Ursachen einer Schallleitungsschwerhörigkeit, die in der Regel von einem HNO-Arzt behandelt werden kann und meist nicht mit einem Hörgerät versorgt werden muss, zählen beispielsweise:

Eine Hypakusis kann auch durch eine Schallempfindungsstörung hervorgerufen werden. Diese bildet die am meisten verbreitete Form der Schwerhörigkeit und geht auf einen Defekt im Innenohr (Hörschnecke), im Hörnerv oder auf der Hörbahn im Gehirn zurück. Ursache für eine Schallempfindungsstörung kann beispielsweise folgendes sein:

  • Altersschwerhörigkeit (Presybakusis)

  • Mumps, Masern, Meningitis oder andere Infektionskrankheiten

  • Schädel-Hirn-Trauma

  • Morbus Menière

  • Lärm-Schwerhörigkeit

  • Tumor

  • Mittelohrentzündung (wenn diese sich auf das Innenohr ausgebreitet hat)

  • Angeborene oder frühkindlich erworbene Schwerhörigkeit

  • Syndrom mit Schwerhörigkeit als Teil der Störung

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Diagnose einer Hypakusis

Tonaudiogramm Innenohrschwerhörigkeit

Um eine Hypakusis festzustellen, sollte entweder ein HNO-Arzt oder ein Hörakustiker aufgesucht werden. Zunächst wird bei einem Anamnesegespräch mit dem Betroffenen herausgefunden, wie sich sein Höralltag gestaltet und ob er in der Vergangenheit dauerhaft Gefahrenquellen ausgesetzt war, welche die Schwerhörigkeit ausgelöst haben könnten. Hierzu zählt beispielsweise das Arbeiten an lauten Maschinen ohne Gehörschutz.

Bei der Untersuchung des Gehörgangs mit einem Otoskop kann geprüft werden, ob der Gehörgang beispielsweise durch einen Ohrenschmalzpfropf oder Fremdkörper verstopft ist und ob das Trommelfell eventuell Veränderungen oder Verletzungen aufweist. Wäre dies der Fall, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schallleitungsstörung vor.

Für die weitere Diagnose der Hypakusis werden zwei Standardtests, das Weber- und das Rinne-Verfahren, herangezogen. Der Weber-Test, bei welchem dem Probanden eine schwingende Stimmgabel auf den Scheitel gesetzt wird und deren wahrgenommene Lautstärke bei einer Hörstörung auf beiden Ohren variiert, erlaubt eine erste Diagnose bei einer einseitigen Hörstörung.

Der Rinne-Versuch dient der Unterscheidung zwischen Schallempfindungs- und Schallleitungsschwerhörigkeit. Auch hierfür wird eine Stimmgabel verwendet, welche zunächst auf den Knochenfortsatz hinter der Ohrmuschel gesetzt wird. In dem Moment, in dem der Betroffene den Ton nicht mehr hört, gibt er ein Signal und die noch schwingende Stimmgabel wird direkt vor seine Ohrmuschel gehalten. Kann die Testperson den Schwinggabel-Ton dann noch hören, ist der Test positiv ausgefallen, denn im Normalfall wird der Ton über die Luftleitung länger gehört, als über die Knochenleitung. Fällt der Test negativ aus, liegt höchstwahrscheinlich eine Störung der Luftleitung im Außen- oder Mittelohrbereich vor. Ist der Rinne-Versuch positiv, liegt keine Schallleitungsstörung vor, eine Schallempfindungsstörung ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Mit Hilfe weiterer Hörtests kann der Fachmann die Leistungsfähigkeit des Gehörs feststellen und die Ergebnisse dann in einem Tonaudiogramm festhalten. Dieses wird in einen Ton- und einen Sprachtest unterteilt, deren Ergebnisse in das Tonaudiogramm abgetragen werden und die jeweilige Hör- und Unbehaglichkeitsschwelle des Betroffenen sowie dessen optimalen Hörbereich bestimmen.

Therapie einer Hypakusis

Bei einer Schallleitungsstörung kann man in vielen Fällen die Ursache, im Zweifel auch operativ, beheben und somit die Schwerhörigkeit heilen. Wird die Hypakusis durch einen Hörsturz verursacht, können auch Entspannungstherapien helfen. Liegt allerdings eine Schallempfindungsstörung vor und sind die Haarsinneszellen bereits degeneriert, so kann der Hörschaden nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Hypakusis kann allerdings durch ein Hörgerät kompensiert werden. Moderne Technologien ermöglichen, dass das Hörgerät nicht nur an die anatomischen Begebenheiten, sondern auch an den individuellen Höralltag angepasst werden kann. Die Hörgeräte sind mittlerweile so klein und leicht, dass sie von außen kaum mehr erkennbar sind und beispielsweise als Im-Ohr- Hörgeräte unauffällig im Ohr des Trägers verschwinden.

Hörgeräte Bauform: Hinter-dem-Ohr-Hörgerät
Hörgeräte Bauform: Im-Ohr-Hörgerät

Es ist wichtig, möglichst früh mit der Kompensation durch ein Hörgerät zu beginnen, damit die Hypakusis nicht schneller voranschreitet und die Gewöhnungszeit nicht zu schwer wird. Je länger man bestimmte Geräusche nicht mehr hört und somit der Kopf verlernt, bestimmte Signale zu verarbeiten, desto länger dauert die Gewöhnungszeit beziehungsweise das Wiedererlernen eben dieser Geräusche. Folgendes Diagramm zeigt, wie sich eine Hörminderung eindämmen lässt, wenn man diese rechtzeitig mit einem Hörgerät kompensiert:

Verlauf einer Hörminderung mit und Ohne Hörgerät
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