Innenohrschwerhörigkeit


Eine Innenohrschwerhörigkeit ist die wohl häufigste vorkommende Art einer Schwerhörigkeit. Aber was ist eine Innenohrschwerhörigkeit überhaupt? Es handelt sich hierbei, anders als bei einer Mittelohrschwerhörigkeit, um eine Schallempfindungsschwerhörigkeit oder auch sensorineurale Schwerhörigkeit genannt. Innerhalb dieses Krankheitsbildes unterscheidet man zwischen sensorischer und neuraler Schwerhörigkeit.

Bei der sensorischen Schwerhörigkeit liegt die Ursache in der Cochlea, der Schnecke des Innenohrs, auf der es zur Degeneration der Haarsinneszellen kommt und deshalb zum Hörverlust. Bei dem neuronalen Hörverlust hingegen ist die Leitung der Hörimpulse durch den Hörnerv zum Gehirn gestört, weshalb die Audiosignale zwar aufgenommen, allerdings nicht verarbeitet werden können. Obwohl gerade die sensorische Innenohrschwerhörigkeit häufig mit fortschreitendem Alter eintritt, ist die Innenohrschwerhörigkeit an sich auch die am häufigsten angeborene oder frühkindlich entwickelte Hörstörung. Je nach Frequenzbereich, welcher nicht mehr gehört werden kann, spricht man ebenfalls von einer Hochton-, Mittelton- oder Tieftonschwerhörigkeit und sogar im Falle einer Kombination derer von einer Breitbandschwerhörigkeit.

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Symptome und Ursachen einer Innenohrschwerhörigkeit

Symptome einer Innenohrschwerhörigkeit können, neben dem typischen Hörverlust, auch durch Erscheinungen wie beispielsweise einen Tinnitus begleitet werden. Auch ein einseitiges Gefühl von Watte im Ohr kann ein Symptom für einen Hörsturz sein und als daraus resultierende Folge eine Schwerhörigkeit bedeuten. Gerade in Umgebungen mit einem relativ lauten Hintergrundgeräuschpegel, wie beispielsweise einem vollen Restaurant, können Betroffene nur schwer Gesprächen folgen, weshalb in solchen Hörsituationen der Hörverlust schnell bemerkt wird.

Ursache dieses Krankheitsbildes können neben fortschreitenden Alters, ein Hörsturz, ausgelöst durch Durchblutungsstörungen des Innenohrs, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus, Arterienverkalkung, bedingt durch Arteriosklerose oder anhaltenden Nikotinkonsums, aber auch Tumore, die im Gleichgewichtsorgan sitzen, sein. Gerade der Hörsturz kann einerseits durch einen lauten Knall ausgelöst werden, andererseits wird er oft durch dauerhaften Stress ausgelöst, weshalb häufig auch junge Leute an diesen Symptomen leiden.

Diagnose und Therapie einer Innenohrschwerhörigkeit

Die Diagnose einer Innenohrschwerhörigkeit kann anhand eines Hörtest durch den HNO-Arzt oder durch einen Hörakustiker festgestellt werden. Dabei werden viele objektive und subjektive Messungsverfahren durchgeführt und ein Audiogramm erstellt, an welchem man den Schweregrad des Hörverlustes ablesen kann. Objektive Testverfahren kann man bei Jedem durchführen, da diese ohne jegliche Rückmeldung des zu Testenden möglich sind. Subjektive Audiometrien hingegen benötigen die Mithilfe des Schwerhörigen, weshalb sich diese Testverfahren bei Säuglingen, Kleinkindern und Menschen, die beispielsweise an einer Demenz leiden, nicht eignen beziehungsweise sehr schwierig durchzuführen sind.

Die einzig mögliche Therapie ist die Kompensation durch Hörgeräte, welche man über mehrere Wochen zunächst Probetragen darf. In dieser Testphase sollte darauf geachtet werden, dass man sich in viele verschiedene Hörsituationen begibt und seine Höreindrücke schriftlich festhält, damit man das optimale Hörgerät wählt. Man trägt in der Regel die Hörgeräte über sechs Jahre, da nach diesem Zeitraum eine Bezuschussung durch die Krankenkassen wieder gewährt wird.


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