Presbyakusis


Ab dem 50. Lebensjahr nimmt die natürliche Leistungsfähigkeit des Gehörs ab und es kommt häufig zu einer Presbyakusis, auch Altersschwerhörigkeit genannt. Je nach alltäglicher Lärmbelastung, genetischer Veranlagung aber auch Lebensweise variiert das Alter, indem die Schwerhörigkeit einsetzt, stark. Der Verlauf dieser Innenohrschwerhörigkeit setzt sich schleichend fort und wird deshalb häufig nicht sofort bemerkt.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Rückruf vereinbaren

  • Für wen suchen Sie ein Hörgerät?
    WEITER
  • Wurde bereits ein Hörtest durchgeführt?
    WEITER
  • Trägt die betreffende Person bereits Hörgeräte?
    WEITER
  • In welchen Gesprächssituationen soll das Hören verbessert werden?
    (Sie können mehrere Antworten wählen)
    WEITER
  • Wie lautet Ihre Postleitzahl?
    WEITER
  • Sie erhalten umgehend Ihr persönliches Infopaket per E-Mail.
  • Wir rufen Sie zu Ihrem Wunschtermin zurück!
    Wir behandeln Ihre Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung unter strenger Einhaltung der Regeln der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Ihre Telefonnummer wird ausschließlich für die telefonische Beratung verwendet.

Symptome

Oft haben Betroffene einer Presbyakusis zunächst Probleme damit, Frauen- und Kinderstimmen zu hören, da dieser Frequenzbereich zuerst betroffen ist. Dieses Symptom wird auch als Diskriminationsverlust bezeichnet, da nur bestimmte Frequenzbereiche von dem Hörverlust betroffen sind. Gerade Konsonanten wie s, t, k, p und f sind die Sprechtöne mit der höchsten Frequenz, weshalb das Sprachverstehen beeinträchtigt wird, was in einem Sprachaudiogramm deutlich zu sehen ist. Zudem können häufig Stimmen in lauten Umgebungsgeräuschen nicht mehr verstanden werden und klingen demnach verzerrt und vernuschelt. Außerdem besteht bei Betroffenen einer Presbyakusis eine erhöhte Lärmempfindlichkeit, welche durch die herabgesetzte „Unbehaglichkeitsschwelle“ in der Tonaudiometrie deutlich erkennbar ist. Werden diese Symptome bemerkt, sollte bereits gehandelt und ein HNO-Arzt oder ein Hörakustiker aufgesucht werden. Eine Nebenerscheinung der Symptome kann zudem ein Tinnitus sein, welcher mit Hilfe von vielen Hörgeräten gemildert werden kann.

Ursachen

Eine Presbyakusis hat verschiedene Ursachen, welche eine Degeneration der Haarsinneszellen als Folge haben und somit eine Schwerhörigkeit nach sich ziehen. Da das Hörorgan den aufgenommenen Schall zwar weitergibt, die Haarsinneszellen diesen aber nicht mehr komplett aufnehmen können, spricht man auch von einer Schallempfindungsschwerhörigkeit. Gerade wenn die Schwerhörigkeit relativ früh einsetzt, wurden die Betroffenen im Laufe ihres Lebens wahrscheinlich mit alltäglichem Lärm belastet. Auch eine schlechte Lebensweise mit einer einseitigen Ernährung führt zu einem früheren Abbau der Leistungsfähigkeit der Haarsinneszellen und wird deshalb auch als exogener Faktor für eine Presbyakusis gezählt. Ein weiterer Grund können ototoxische Medikamente sein, welche zu einer dauerhaften Schädigung des Innenohrs führen. Natürlich können auch endogene Faktoren, wie eine genetische Veranlagung, die Krankheit Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen und arterielle Hypertonie der Auslöser für diese Innenohrschwerhörigkeit sein.

Sie haben eine Frage?

Lassen Sie sich jetzt kostenlos und unabhängig beraten.

Diagnose

Eine Presbyakusis, welche aus einer Degeneration des Corti-Organs resultiert, kann der HNO-Arzt nicht direkt untersuchen. Allerdings kann eine Diagnose auf diese Art der Schwerhörigkeit gestellt werden, wenn die Hörschwelle im Tonaudiogramm angehoben ist oder bei der Sprachaudiometrie ein Diskriminationsverlust festgestellt werden kann. Außerdem wird zuvor mithilfe eines Ohrmikroskops ausgeschlossen, dass die Schwerhörigkeit durch andere Schäden im Mittelohr oder dem Trommelfell verursacht wird. Um den Ort der Schädigung bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit festzustellen, führt der HNO-Arzt einen SISI-Test (Short Increment Sensitivity Index) durch. Die Trennung zwischen einer Presbyakusis und einer Schwerhörigkeit bedingt durch Lärmbelastung ist nur sehr schwer vorzunehmen, da die Schäden und Symptome gleich sind. Dennoch kann der HNO-Arzt den Unterschied durch ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über seinen Höralltag herausfinden.

Therapie

Da eine Presbyakusis eine Innenohrschwerhörigkeit ist, kann diese nicht mehr Rückgängig gemacht werden, weshalb man den Hörverlust nur kompensieren kann. Eine medikamentöse Behandlung zur Regeneration der Haarsinneszellen ist ebenfalls nicht möglich. Zurzeit kann nur ein Hörgerät oder Hörimplantat, welche Sie beim Hörakustiker in Ihrer Nähe erwerben können, den Hörverlust kompensieren. Durch das Hörgerät, sei es ein Hinter-dem-Ohr- oder Im-Ohr-Modell, kann das Hörvermögen wieder auf eine normale Leistungsfähigkeit angehoben und Gesprochenes selbst in lauter Umgebung wieder verstanden werden. Ohne die Hilfe durch ein Hörgerät ziehen sich Betroffene einer Presbyakusis immer mehr aus dem sozialen Umfeld zurück, sodass es zur Vereinsamung und Depressionen kommen kann.

Sie haben eine Frage?
  • Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0631 / 20 400 500 an oder lassen Sie sich von unseren Hörgeräte-Experten kostenlos und unverbindlich zurückrufen.
Bekannt aus - Desktop
Bekannt aus - Tablet
Bekannt aus - Smartphone