Hydrops cochleae


Hydrops cochleae ist eine Erkrankung des Innenohrs und beschreibt eine krankhafte Zunahme einer bestimmten Flüssigkeit im Innenohr. Dies betrifft die Hörschnecke (Cochlea) sowie das Gleichgewichtsorgan, da die beiden ein verbundenes Flüssigkeitssystem darstellen. Ein Hydrops cochleae führt oft zu Hör- und/oder Gleichgewichtsstörungen wie Schwindel oder Orientierungslosigkeit. Grundlegende Ursachen der Flüssigkeitszunahme sind fast gänzlich unbekannt. Sie ist allerdings eine unmittelbare Ursache der Morbus-Menière-Erkrankung.

 

Inhaltsverzeichnis

 

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Symptome

Die nun genannten Symptome müssen nicht zwingend alle bei einem Hydrops cochleae erscheinen. Sie sind von Fall zu Fall unterschiedlich:

  • Gefühl eines gedämpften Trommelfells, Druckgefühl im Mittelohr (ähnlich wie bei Luftdruckveränderungen),

  • Hörminderung in verschiedenen Formen (Tieftonschwerhörigkeit, Hochtonschwerhörigkeit, …)

  • Subjektiver Tinnitus

  • Schwindel in verschiedener Form und Dauer

  • Depression durch den Hörverlust

Die dunkel markierten Bahnen verdeutlichen die parallel verlaufenden Kanäle gefüllt mit Endolymphe und Perilymphe
Die drei Gänge der Cochlea (Querschnitt)

Die Cochela, das eigentliche Hörorgan im Innenohr, beinhaltet drei Gänge: Die Vorhoftreppe (Scala vestibuli), den Schneckengang (Scala media) und die Paukentreppe (Scala tympani). Vorhoftreppe und Paukentreppe enthalten die Flüssigkeit Perilymphe, der Schneckengang enthält die Endolymphe. Getrennt werden die Kanäle durch die Reissner- und die Basilarmembran, welche im Normalzustand undurchlässig für die beiden Flüssigkeiten sind und Schwingungseigenschaften aufweisen. Die Peri- und Endolymphe sind für die Weiterleitung von Schwingungen zu bestimmten Haarzellen sowie für das Gleichgewichtsorgan wichtig.

Ein Hydrops cochleae wird auch als endolymphatisch bezeichnet. Das Wort “Hydrops” tituliert generell eine krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Körper und wird umgangssprachlich als Wassersucht bezeichnet. Der Endolymphatische Hydrops cochleae beschreibt folglich also die krankhafte Zunahme der Endolymphe in den Kammern und Kanälen der Hörschnecke. Durch die Volumenexpansion der Flüssigkeit steigt der Druck auf die Reissner-Membran, wodurch sich diese in Richtung der Perilymphe in der Scala vestibuli wölbt. Es wird angenommen, dass im Falle eines zu hohen Drucks auf die Membran selbige temporär undicht oder sogar rissig wird, was eine Mischung von Endolymphe und Perilymphe nach sich zieht.

Die Folge sind Hörstörungen, da die beiden Flüssigkeiten im Normalfall getrennt sein müssen. Ihre chemischen Wechselwirkungen im getrennten Zustand sind wichtig für die Umwandlung von Schallwellen in Nervenimpulse, welche zum Gehirn geleitet werden. Ist das Verhältnis im Falle eines Hydrops cochleae gestört, so werden eintreffende Schallwellen nicht fehlerfrei in Nervenimpulse umgewandelt und der Betroffene hört schlechter. Weitere Folgen der Mischung sind Gleichgewichtsstörungen. Die Symptome werden als Menière’sche Anfälle umschrieben.

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Ursachen

Unmittelbare Ursachen der Flüssigkeitszunahme bei einem Hydrops cochleae sind eine Überproduktion der Endolymphe oder ein gestörter Abfluss im Abbauprozess der Flüssigkeit. Was allerdings für diese Störungen verantwortlich ist, ist bisher ungeklärt. Einige physiologische Erklärungsversuche sehen eine zu hohe Salzaufnahme durch die Nahrungsaufnahme als Ursache, andere machen Autoimmunerkrankungen oder Allergien verantwortlich. Auch Stress und psychische Überanstrengung könnten einflussreiche Faktoren sein. Persönlichkeitsstudien zu Menière-Kranken passen in diesen Erklärungsversuch, da Betroffene oft sehr ehrgeizig und perfektionistisch handeln, also sich selbst oft unter Stress setzen.

Diagnose

Um herauszufinden, ob Betroffene tatsächlich unter einem Hydrops cochleae leiden, können verschiedene Hörtests durchgeführt werden. Das Hörschwellen-Audiogramm zeigt Beeinträchtigungen des Hörvermögens im tiefen und mittleren Tonbereich. Ein Hörverlust, der durch Lärm verursacht wurde, würde im Gegensatz hierzu im Hochtonbereich auftreten. Ein Stimmgabeltest, wie der Weber- oder Rinne-Test, können ebenfalls auf eine Innenohrproblematik hinweisen. Neben diesen Tests kann auch der Betroffene selbst Auskunft darüber geben, ob seine Hörbeeinträchtigung insbesondere tiefe Frequenzen betrifft. Beschreibt er ein Hören als hätte er Watte im Ohr, dann kann dies nicht nur auf eine Schwerhörigkeit aufgrund eines Hörsturzes hinweisen, sondern ebenfalls auf einen Hydrops cochleae.

Behandlung

Für die Behandlung eines Hydrops cochleae wird oftmals das Medikament Betahistin verwendet. Die Arznei wirkt gefäßerweiternd im Innenohr, was den übermäßigen Druck im Schneckengang reduzieren soll. Betahistin wird auch bei Morbus-Menière eingesetzt, da es auch gegen die mit dieser Erkrankung verbundenen Symptome wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen lindern soll.

Leider kann auch ein zurückgegangener Hydrops bleibende Schäden des Innenohrs verursachen. Durch die Belastung des Corti-Organs kann ein Tinnitus zurückbleiben oder auch eine erhöhte Lärmempfindlichkeit. Sollte ein Hörverlust zurückbleiben, dann kann diesem mit einem Hörgerät entgegengewirkt werden, gegebenenfalls in Verbindung mit einer Tinnitus-Noiser-Funktion.

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