Labyrinthitis


Labyrinthitis ist eine Ohrkrankheit bei der die Hörschnecke und das Gleichgewichtsorgan betroffen sind. Bei dieser Infektion des Innenohrs entzündet sich der halbzirkuläre Ohrkanal, auch Labyrinth genannt. Durch diese Innenohrentzündung wird die Funktion des Innenohrs gestört und der Gleichgewichtssinn unterbrochen. Von diesem Krankheitsbild sind vermehrt Säuglinge und Kleinkinder betroffen.

Aufbau der Cochlea

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Inhaltsverzeichnis

 

Symptome

Da bei einer Labyrinthitis die Hörschnecke (Cochlea) betroffen ist, kommt es häufig zu Hörschäden, welche sogar zu einer Taubheit führen können. Da sich im Innenohr das Gleichgewichtsorgan befindet, wird eine Labyrinthitis auch von Drehschwindel, Übelkeit und in schlimmen Fällen von Erbrechen begleitet. Betroffene klagen außerdem über starke Ohrschmerzen. Zusätzlich können Begleiterscheinungen, wie beispielsweise ein Tinnitus, auftreten.

Ursachen

  • Tympanogen

    Oft geht die Krankheit auf eine akute Mittelohrentzündung zurück, bei der Toxine über das runde und ovale Fenster ins Innenohr gelangen und die aber ohne nachfolgende Beeinträchtigung ausheilen kann.

  • Bakteriell

    Eine Lueslabyrinthitis wird durch die Krankheit Syphilis ausgelöst, welche im zweiten oder dritten Stadium mit einer Meningitis (Hirnhautentzündung) oder einer Pleuritis (Lungenerkrankung) einhergeht. Die meningogenen Labyrinthitis entsteht durch eine bakteriell ausgelöste Hirnhautentzündung. Die Bakterien Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) oder Meningokokken (Neisseria meningitidis) gelangen über den Aquaeductus cochleae in das Innenohr und führen zum Labyrinthausfall.

  • Viral

    Eine virale Labyrinthitis kann durch die Krankheiten Mumps, Zoster oticus sowie Masern entstehen. Eine weitere Ursache kann auch Borreliose, eine Infektion, welche von Zecken übertragen wird, sein.

  • Autoimmunkrankheiten

    Morbus Wegener oder andere Autoimmunerkrankungen können eine Labyrinthitis als Begleiterscheinung haben.

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Diagnose

Sind Symptome dieser Innenohrerkrankung zu erkennen, sollte umgehend ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden, damit es nicht zu einer eitrigen Labyrinthitis und im schlimmsten Fall zur Ertaubung kommt. Der HNO-Arzt stellt mit den Ergebnissen eines Hörtests ein Audiogramm zusammen und erkennt eine Schallempfindungsschwerhörigkeit. Um speziell bei einer eitrigen Labyrinthitis eine knöcherne Beteiligung auszuschließen, wird häufig eine Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie mit einem Gadolinium als Kontrastmittel angeordnet. Zusätzlich wird das Gleichgewichtsorgan mittels thermischer und rotatorischer Prüfung untersucht.

Therapie

Das Mittelohr

Entstand die Labyrinthitis aufgrund einer akuten Mittelohrentzündung, sollte der HNO-Arzt mit Hilfe einer Paukendrainage die angesammelte Flüssigkeit in der Paukenhöhle ablassen.

Besteht die Erkrankung erst seit Kurzem und wurde zudem bakteriell ausgelöst, wird zunächst ein Antibiotikum verabreicht. Liegt eine virale Ursache zu Grunde, werden Virostatika (Aciclovir) verordnet. Leiden die Betroffenen bereits seit Längerem an der Krankheit und lässt sich zudem eine Knocheneinschmelzung feststellen, erfolgt eine Mastoidektomie, ein chirurgischer Eingriff bei dem der Warzenfortsatz (prominente, pneumatisierte Knochenwölbung des Schläfenbeins) teilweise entfernt wird. Bei einer bereits fortgeschrittenen Nekrose (Absterben von Zellen) wird eine Labyrinthektomie, bei der das Gleichgewichtsorgan und das Hörorgan entfernt werden müssen und der Patient im Anschluss an den operativen Eingriff taub ist, durchgeführt. Tritt die Labyrinth-Erkrankung im Rahmen einer Autoimmunkrankheit, wie beispielsweise Morbus Wegener auf, wird der HNO-Arzt Immunsuppressiva verschreiben.

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