Wie ein kleines Zeichen die Welt verändern kann

Wie ein kleines Zeichen die Welt verändern kann

In unserer Rubrik „Die Welt des Hörens" berichten wir immer wieder von Neuigkeiten und Sensationen rund um das Thema Hören. Doch wie steht es eigentlich um die Integration und Diskriminierung von Menschen, die unter einer Hörminderung leiden?

Allein in Deutschland sind laut Studien etwa 19 % der Personen über 14 Jahren schwerhörig, was also beinahe ein Fünftel aller Bundesbürger betreffen würde. Auch wenn diese Zahlen meist durch Hochrechnungen aus Stichproben zustande kommen, ergeben kleine Abweichungen nach oben oder unten immer noch eine sehr große Betroffenenanzahl. Doch nur wenige von Ihnen lassen den Hörverlust behandeln oder tragen ein Gerät zur Unterstützung ihres Hörvermögens.​Schwerhörige, welche ihr Hörvermögen nur noch mittels einer Hörhilfe unterstützen können, zögern oft vor dem Gang zum Hörakustiker. Noch immer stellen sich die meisten Menschen bei dem Gedanken an ein Hörgerät ein klobiges, braunes Teil vor, dass auffällig auf dem Ohr sitzt und von dem aus ein breiter Schlauch in das Ohrinnere des Trägers verläuft. Das Tragen einer Hörhilfe wird als Makel und, gerade bei Männern, nicht selten als Schwächeeingeständnis empfunden.​

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Doch diese Vorstellungen sind längst überholt. Zum einen sitzen moderne Hörgeräte unauffällig im oder hinter dem Ohr, können farblich dem Haar- oder Hautton angepasst werden und sind damit nahezu unsichtbar für andere Personen. Zum anderen leiden immer mehr junge Menschen unter einer Hörminderung, der Gedanke man sei „alt", wenn man nicht mehr richtig hört, ist ebenfalls hinfällig.

In unserem Alltag begegnen uns viele Menschen, die unter einer Hörminderung leiden, auch wenn dies nicht immer offensichtlich ist, und die deshalb auch keinesfalls ausgegrenzt oder benachteiligt werden dürfen. Diesen Gedanken unterstützt auch die Emoji-Entwicklungsabteilung von Apple, welche jüngst 13 der kleinen Bildchen, die auch Motive von Menschen mit Behinderungen zeigen, designte. Darunter findet sich nicht nur eine Zeichnung von einem Ohr, das mit einem Hörgerät versorgt wird, sondern auch eine blinde Frau mit Stock sowie eine Rollstuhlfahrerin.

Auch wenn die Motive vermutlich erst mit einem Update im März 2019 auf den Smartphones der Nutzer zu finden sind, ist dies bereits ein großer Schritt zur Integration und zur Selbstverständlichkeit, mit der auch Menschen mit Behinderung unsere Gesellschaft bereichern. Wir von PROAURIS freuen uns schon auf die neuen Emojis und hoffen natürlich, dass diese bald auch auf anderen Betriebssystemen verfügbar sind!

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