Ohrerkrankungen


Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Ohrerkrankungen, welche oft Auswirkungen auf das Hörvermögen haben. Im Folgenden sind die wichtigsten Ohrerkrankungen aufgezählt und beschrieben.

 

 

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Ohrerkrankungen im Mittelohr und Innenohr

Das Mittelohr
Das Innenohr
  • Akute Mittelohrentzündung

    Eine der häufigsten Ohrerkrankungen ist die akute Mittelohrentzündung (otitis media acuta). Sie wird in der Regel durch eine virale oder bakterielle Infektion verursacht. Die bakterielle Entzündung erfolgt dabei kontinuierlich über die Eustachi-Röhre, auch Ohrtrompete genannt, welche in Verbindung mit dem Nasenrachenraum steht. Aber auch über den Blutweg kann eine bakterielle Infektion erfolgen. Über das Blut erfolgt auch die virale Infektion, sie steht meist in Verbindung mit einem Infekt der oberen Luftwege und der Nasennebenhöhlen. Verursacher können viele unterschiedliche Virenarten sein. Eine akute Mittelohrentzündung kann zum Verschluss der Ohrtrompete und so zu einer Unterdruckbildung im Ohr führen; die Folge ist meist ein Paukenerguss. Die akute Mittelohrentzündung heilt allerdings von alleine wieder ab und hinterlässt keine bleibenden Schäden.

  • Chronische Mittelohrentzündung

    Der Begriff der chronischen Mittelohrentzündung umfasst eigentlich zwei chronische Ohrerkrankungen im Mittelohr: Zum einen steht sie für die chronische Schleimhauteiterung (otitis media chronica mesotympanalis), bei der allein die Schleimhaut des Mittelohrs von einer Entzündung betroffen ist. Einhergehend mit dieser Form der Entzündung ist meist eine Trommelfellperforation beziehungsweise -durchlöcherung. Sie ist ungefährlich, kann aber nach jahrelanger Inaktivität wieder zum Vorschein kommen. Zum anderen kann die chronische Mittelohrentzündung aber auch für eine chronische Knocheneiterung (chronische epitympanale Otitis media) stehen. Diese relativ seltene Ohrerkrankung wird durch ein Cholesteatom verursacht. Dabei können ganze Gehörknöchelchen und an das Mittelohr grenzende Knochen zerstört werden. Eine chronische Mittelohrentzündung kann lebensbedrohliche Komplikationen verursachen und sollte operiert werden.

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  • Mastoiditis

    Die Ohrerkrankung Mastoiditis ist eine akute Entzündung im Warzenfortsatz. Sie wird durch eine Mittelohrentzündung verursacht. Bei der Mastoiditis handelt es sich um eine bakterielle Infektion, wobei Bakterien vom entzündeten Mittelohr in den Warzenfortsatz gelangen, wo sie die Verflüssigung von Schleimhaut- und Knochenzellen verursachen. Im schlimmsten Falle greift die Entzündung auf benachbarte Teile im Schädelinneren über; hier kann die Ohrerkrankung lebensbedrohlich werden. Ein bevorstehender Durchbuch ins Innere des Schädels lässt sich schon vorweg diagnostizieren und sollte sofort operiert werden.

Menschlicher Schädel - Warzenfortsatz und äußerer Gehörgang beschriftet
  • Morbus Menière

    Diese Ohrenerkrankung tritt häufig nur einseitig auf, kann aber auch beide Ohren betreffen und ist vermutlich erblich bedingt. Symptome der Morbus Menière Krankheit sind ein Hörverlust, Tinnitus und Schwindelattacken, die oft nur wenige Minuten andauern. Der HNO-Arzt behandelt die Morbus Menière Patienten vorbeugend, sowie auch akut mit Medikamenten, sodass die Symptome gelindert werden.

  • Cholesteatom

    Das Cholesteatom ist eine eitrige Entzündung des Mittelohres, durch die eine Einwucherung entsteht. Wenn diese Wucherungen nicht entfernt werden, kann es zu Schädigungen anderer Bereiche des Mittelohrs kommen und Ohren- und Kopfschmerzen verursachen. Ein Cholesteatom kann durch eine chronische Mittelohrentzündung oder durch einen Trommelfelldefekt entstehen, aber auch angeboren sein. Eine Heilung kann nur durch eine Entfernung der Wucherung und anschließender plastischer Rekonstruktion in einem chirurgischen Eingriff erreicht werden.

  • Otosklerose

    Die Ohrerkrankung Otosklerose ist eine Knochenverhärtung von der Steigbügel, Hammer und Amboss betroffen sind. Durch die eingeschränkte Schwingfähigkeit können die Schwingungen des Schalls nicht mehr ausreichend weitergegeben werden. Symptome sind Schwerhörigkeit vor allem in tiefen Frequenzbereichen und manchmal auch ein Tinnitus. Die genauen Ursachen von Otosklerose sind nicht ausreichend erforscht, allerdings vermutet man Zusammenhänge mit Virusinfektionen, erblicher Veranlagung und fehlerhaften Autoimmunprozessen. Durch einen chirurgischen Eingriff kann das Hörvermögen häufig wiederhergestellt werden.

  • Usher-Syndrom

    Bei dieser erblich bedingten Ohrerkrankung kommt es zur Degeneration der Netzhaut und der Haarsinneszellen des Innenohrs, sodass es folglich zur Sehstörung und zu einem Hörverlust kommt. Eine Heilung dieser Ohrerkrankung ist nicht möglich, dennoch versuchen Ärzte mit Hilfe von Medikamenten den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Zudem können Sehhilfen und ein Hörgerät die Beeinträchtigungen kompensieren.

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Trommelfellverletzungen

  • Barotrauma

    Bei einem Barotrauma im Mittelohr kommt es durch einen starken Druckanstieg in der Umgebung (wie zum Beispiel beim Tauchen, Landeanflug, Wasserspringen, …) zu einem schmerzhaften Auswölben des Trommelfells. Es erscheint hochrot und zeigt Einblutungen. Bei einem sehr plötzlichen Druckanstieg kann es zu einem Platzen des Trommelfells kommen. Dies hat einen beträchtlichen Hörverlust zur Folge und führt oft innerhalb weniger Stunden zur Mittelohrinfektion, wenn zum Beispiel Wasser in das Ohr eintritt. Ein Barotrauma heilt meist folgenlos ab.

  • Knall- oder Explosionstrauma

    Eine weitere Ohrerkrankung ist das Knall- oder Explosionstrauma. Wirkt ein sehr hoher Schalldruck auf das Ohr ein, kann dies zu einer Schädigung des Innenohrs führen. Im Innenohr sind sogenannte Haarzellen für die Aufnahme von ankommendem Schall verantwortlich. Kurze Schalldrücke wie Schüsse, Blitzschläge oder Airbags verursachen eine Überreaktion des Stoffwechsels in diesen Zellen. Die Folge sind ein Hörverlust und Taubheitsgefühle im Ohr. Die Beschwerden bessern sich meist in kurzer Zeit. Wirkt ein hoher Schalldruck länger als drei Millisekunden, so spricht man von einem Explosionstrauma. Hier kommt es zusätzlich zu Innenohrschädigungen zu Mittelohrverletzungen, beispielsweise dem Riss des Trommelfells oder der Beschädigung der Gehörknöchelchen in der Paukenhöhle.

Menschlicher Schädel - Warzenfortsatz und äußerer Gehörgang beschriftet
  • Gehörgangsentzündung

    Eine weitere Ohrerkrankung ist die Gehörgangsentzündung (otitis externa). Sie wird meist durch Hautverletzungen innerhalb des Gehörgangs ausgelöst, zum Beispiel durch das Reinigen der Ohren mit Wattestäbchen, was unbedingt vermieden werden sollte. Aber auch Viren, Pilze oder Bakterien von außen können verantwortlich sein. Meist kommen sie durch verunreinigtes Wasser in den Gehörgang, welches zum Beispiel in öffentlichen Schwimmbädern oder beim Badeurlaub anzutreffen ist. Taucher sind besonders gefährdet. Die Gehörgangsentzündung ist in unterschiedlichen Formen anzutreffen. Die otitis externa diffusa ist die häufigste Form, hier ist der ganze Gehörgang betroffen. Die Otitis externa necrotians entwickelt sich in seltenen Fällen aus der Otitis externa diffusa und zeichnet sich vor allem durch das Absterben von entzündetem Gewebe aus. Diese Form der Ohrerkrankung kann sich ausbreiten und im schlimmsten Fall Schädelknochen oder Hirnnerven befallen, was dann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Die Otitis externa bullose haemorrhagica tritt meist im Rahmen einer Grippe auf. Hier sind Gehörgang und Trommelfell meist gleichzeitig betroffen. Oft bilden sich blutige Blasen am Trommelfell aus. Das Mittelohr ist meist auch betroffen.

Ohrerkrankungen an der Ohrmuschel

Menschlicher Schädel - Warzenfortsatz und äußerer Gehörgang beschriftet
  • Entzündung der Ohrmuschel

    Als Ohrmuschelentzündung (Ohrmuschelperichondritis) wird eine Entzündung der Knorpelhaut am Ohr bezeichnet. Meist sind in die Haut eindringende Bakterien für die Ohrerkrankung verantwortlich. Oft gelangen sie über Mikroverletzungen in die Haut, doch auch Eingriffe wie das Stechen eines Piercings oder Ohrringlochs können die Ursache sein, besonders, wenn sie unprofessionell durchgeführt und/oder nicht vollständig desinfiziert wurden.

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