Drahtlose Übertragungsanlagen als Unterstützung im Schulalltag

Drahtlose Übertragungsanlagen als Unterstützung im Schulalltag

In den ersten beiden Teilen unserer Serie „Aufwachsen mit Hörgerät" haben wir Sie bereits darüber informiert, wie Pädakustiker das passende Hörgerät für Kinder finden und wie dieses mit Hilfe von diversen Befestigungsmöglichkeiten beim Tragen auch nicht verrutscht. Um eine altersgerechte Entwicklung genießen zu können, ist es vor allem in der Schule für hörgeschädigte Kinder wichtig, ohne Einschränkungen hören zu können.

Da der Klassenraum nicht nur eine besondere akustische Situation darstellt, sondern auch viele störende Hintergrundgeräusche ausgeblendet werden müssen, gibt es die so genannten drahtlosen Übertragungsanlagen. Dabei nimmt ein Transmitter den Schall direkt vom Mikrofon des Lehrers, welcher dieses um den Hals trägt, auf und leitet ihn an den Empfänger des hörgeschädigten Schülers weiter.

Auch wenn der Schüler in einer der hinteren Reihen sitzt, wird die Distanz zwischen Schüler und Lehrer und damit auch die Hintergrundgeräuschbelastung überbrückt. Abhängig vom Hersteller bieten die drahtlosen Übertragungsanlagen auch noch weitere Ergänzungsmöglichkeiten.

So gibt es beispielsweise spezielle Push-to-Talk-Mikrofone, welche die Stimme des jeweiligen Schülers aufnehmen, an das Lehrermikrofon senden und anschließend an den Empfänger des hörgeschädigten Kindes weiterleiten. Um ein Stimmenchaos zu vermeiden, wird immer nur das Signal eines Schülers vom Mikrofon weitergeleitet. 

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Neben den Empfängern, welche am Ohr des Schülers oder um dessen Hals getragen werden, gibt es auch noch Empfänger, welche mit dem Hinter-dem-Ohr-Hörgerät des Kindes verbunden werden können. Gegenüber der alleinigen Nutzung eines Hörsystems bietet diese Variante die Möglichkeit, nur die Stimme des Lehrers, ohne Nebengeräusche, deutlich und nachhallfrei an die Ohren des Kindes zu übertragen.

Geht der Lehrer im Raum herum, muss sich das Kind außerdem nicht umdrehen, um ihn bestmöglich zu hören, sondern kann sich auf die eigentlichen Schulaufgaben konzentrieren. Dies bedeutet, dass zum einen die Sprachverständlichkeit erhöht, aber zum anderen auch die Höranstrengung gemindert wird. Dadurch, dass sowohl Mikrofon, als auch Empfänger problemlos transportierbar sind, ist das Sprachverstehen des Kindes nicht nur auf einen Raum oder einen Ort beschränkt.

Des Weiteren können die drahtlosen Übertragungsanlagen sowohl in Inklusionsklassen als auch in Schulen, die auf den Unterricht hörgeschädigter Kinder spezialisiert sind, installiert werden. Inwiefern sich diese voneinander unterscheiden erfahren sie außerdem nächste Woche in unserem vierten Teil. Sollten Sie bis dahin Fragen zur Hörgeräte-Versorgung von Kindern haben, stehen Ihnen die Hörgeräte-Experten von PROAURIS gerne zur Verfügung. 

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