Die Top 5 Mythen rund ums Hörgerät

Die Top 5 Mythen rund ums Hörgerät

Diese Woche klären wir in unserer Kategorie „Die Welt des Hörens" die Top 5 Mythen rund um das Hörgerät!

1. Ein Hörgerät kann man einfach im Internet bestellen

Stimmt nicht. Hörgeräte gelten in Deutschland als Medizinprodukt und sind daher nicht frei verkäuflich. Aus diesem Grund können sie, anders als beispielsweise in der Schweiz, auf legalem Wege online nicht erworben werden. Sie dürfen lediglich vom Hörakustiker verkauft werden, da dieser sie im selben Zuge individuell an den Betroffenen anpasst.

Dieses Gesetz ist auch äußerst sinnvoll, da jeder Hörverlust einzigartig ist und eine zu laut eingestellte Unterstützung des Hörvermögens einem Betroffenen mit leichter Hörschädigung zusätzlich schaden könnte. 


2. Hörgeräte sind teuer und fast unbezahlbar

Stimmt nicht. Wie oben bereits beschrieben, fallen die kleinen Helfer in die Kategorie der Medizinprodukte und sind nach dem zu Grunde liegenden Gesetz der Risikoklasse IIa zugeordnet. Aufgrund dieser Zuordnung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nach einer vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt ausgestellten Verordnung einen Anteil der Hörgerätekosten.


3. Manche Hörgeräte sind für Außenstehende überhaupt nicht sichtbar

Stimmt. Einige Arten der Im-Ohr-Modelle liegen so tief im Gehörgang, dass man sie von außen nur sieht, wenn man bewusst in den Gehörgang des Trägers schaut. Aber auch die Hinter-dem-Ohr-Bauform kann so unauffällig hinter dem Ohr sitzen und beispielsweise durch Haare verdeckt sein, dass der Gegenüber gar nicht sieht, dass das Gehör des Trägers durch den kleinen Helfer unterstützt wird.

Welche Bauform für sie am besten geeignet ist, finden Betroffene anhand ihrer Anforderungen und Wünsche in Zusammenarbeit mit dem Hörakustiker heraus. So sind die Im-Ohr-Modelle beispielsweise nicht für einen schwergradigen Hörverlust geeignet und sind auch bei einem stark gekrümmten Gehörgang unpassend. 


4. Das Tragen eines Hörgerätes verschlimmert den Hörverlust

Stimmt nicht, im Gegenteil: Das Tragen eines Hörsystems kann verhindern, dass das Gehirn die Verarbeitung der sonst nicht gehörten Frequenzen verlernt, indem es diese weiterhin hörbar macht. Wäre die Unterstützung des Hörvermögens beispielsweise zu laut eingestellt, könnte sich der Hörverlust zwar verschlimmern, allerdings wird jedes Gerät vom Hörakustiker individuell an die Anforderungen des Kunden angepasst und Falscheinstellungen damit in der Regel vermieden. 

5. Ein Hörgerät ist nur etwas für alte Leute

Stimmt nicht. Ein Hörverlust kann jeden treffen, egal in welchem Alter oder Lebensabschnitt. Zwar ist die Altersschwerhörigkeit eine der häufigsten Ursachen für eine Hörminderung, allerdings können zahlreiche andere Faktoren die Hörleistung bereits in jungen Jahren beeinflussen. Einige Betroffene sind beispielsweise schon von Geburt an schwerhörig, während andere wiederum ihre Hörleistung durch eine dauerhafte Beschallung über Kopfhörer vermindern.


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