Hörsturz Therapie


Welche Hörsturz-Therapien gibt es?

Da nicht immer eine Ursache erkannt werden kann, gibt es auch viele Hörsturz Therapien, welche universell eingesetzt werden können. Zunächst sollte man bei den ersten Anzeichen eines Hörsturzes nicht zögern und unverzüglich innerhalb von 72 Stunden einen HNO-Arzt aufsuchen.

Bei einem sehr leichten Verlauf ist die Selbstheilungschance sehr groß, sodass vom Arzt meist angeraten wird, einige Tage zu warten. Sollten die Symptome sehr stark ausgeprägt sein, so stehen einige Hörsturz Therapien zur Verfügung. In der Regel wird als erste Behandlung eine Infusion mit Blutverdünner verabreicht, da man in den meisten Fällen davon ausgeht, dass der Sturz durch eine Durchblutungsstörung ausgelöst wurde.

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Cortison

Entzündungshemmende Mittel können vom Arzt als Infusion verabreicht oder als Tabletten verschrieben werden. Die Wirkstoffe, in diesem Fall Glucocorticoide wie Prednisolon, ähneln dabei dem körpereigenen Hormon Cortisol, welches in der Nebennierenrinde synthetisiert wird. Diese Entzündungshemmer sollen auftretende Schwellungen im Hörorgan bekämpfen. Hier kann ein erhöhter Blutzuckerspiegel als Nebenwirkung auftreten. Eine Hörsturz Therapie mit Cortison ist in vielen Ländern weit verbreitet, lange etabliert und wird oft empfohlen.

Intratympanale Hörsturz Therapie

Intratympanale Hörsturz Therapie

In sehr seltenen Fällen wird ein Cortisonpräparat mit einer feinen Spritze direkt ins Ohr verabreicht. Dafür wird mithilfe einer kleinen Nadel nach einer örtlichen Betäubung das Trommelfell durchstochen. Der Wirkstoff gelangt so in hoher Konzentration direkt ins Mittelohr und anschließend durch Diffusion in das Innenohr.

Seltene Nebenwirkungen können ein bleibendes Loch im Trommelfell oder eine Mittelohrentzündung sein. In den vergangenen Jahren hat sich diese Hörsturz Therapie mehr und mehr durchgesetzt, vor allem wenn die Infusion mit Glukokortikoiden nicht den gewünschten Effekt erreicht hat.

Behandlung mit Anästhetika

Bei dieser Hörsturz Therapie werden Lokalanästhetika intravenös verabreicht. Hierdurch werden gezielt bestimmte Natriumkanäle in Nervenzellen geschlossen. So sollen blockierte Nervenzellen im Innenohr reaktiviert werden. Bei dieser Hörsturz Therapie kommt es auf eine sehr genaue Dosis an, da ansonsten Nebenwirkungen wie Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen und ernste Kreislaufprobleme auftreten können. Diese Methode wird meist im deutschsprachigen Raum genutzt und wird wegen der möglichen Nebenwirkungen als umstritten angesehen.

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Blutreinigung

Ein weiterer Ansatz ist die Apherese, die Blutreinigung, bei der das Blut des Patienten kontinuierlich über einen Schlauch in eine Maschine geleitet wird. Die Maschine entfernt pathogene (krankmachende) Blutbestandteile, beispielsweise Gerinnungsstoffe, aus dem Blut und der Patient erhält das „gereinigte“ Blut wieder zurück. Diese Therapie ist sehr aufwendig und teuer und muss in einer speziellen Klinik oder einem Dialysezentrum durchgeführt werden.

Hyperbare Sauerstofftherapie

Druckkammer bei der Hyperbaren Sauerstofftherapie

Bei der hyperbaren Oxygenierung (HBO) oder Sauerstofftherapie sitzt der Patient mehrfach in einer Druckkammer, in der hohe Konzentrationen von Sauerstoff eingeatmet werden. Dieser soll sich günstig auf das Hörorgan auswirken und die Durchblutung fördern. Die sehr teure und aufwendige Methode wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen und von den aktuellen Leitlinien nicht mehr empfohlen. Sollten alle anderen Hörsturz Therapien keine Wirkung gezeigt haben, wird in manchen Fällen auf eine HBO zurückgegriffen.

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