Hörsturz Ursachen


Welche Ursachen kann ein Hörsturz haben?

Ein Hörsturz ist ein plötzlich auftretender einseitiger Hörverlust. Oft kann die Ursache trotz gründlicher Untersuchung nicht gefunden werden und man spricht in diesem Fall von einem idiopathischen Hörsturz. Andere wenige Ursachen sind zwar bestätigt, stehen allerdings von Fachärzten und Experten in Diskussion. Die wohl bekannteste Ursache eines Hörsturzes ist eine Durchblutungsstörung des Innenohrs.

Als Symptome gelten:

  • Schwindelgefühl

  • Taubheitsgefühl im Außenohr

  • Ohrendruck

  • Tinnitus

Zu den begleitenden Symptomen zählen:

  • Plötzliches Auftreten des Hörverlustes

  • Symptome treten nur auf einer Seite auf

Rückruf vereinbaren

  • Für wen suchen Sie ein Hörgerät?
    WEITER
  • Wurde bereits ein Hörtest durchgeführt?
    WEITER
  • Trägt die betreffende Person bereits Hörgeräte?
    WEITER
  • In welchen Gesprächssituationen soll das Hören verbessert werden?
    (Sie können mehrere Antworten wählen)
    WEITER
  • Wie lautet Ihre Postleitzahl?
    WEITER
  • Sie erhalten umgehend Ihr persönliches Infopaket per E-Mail.
  • Wir rufen Sie zu Ihrem Wunschtermin zurück!
    Wir behandeln Ihre Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung unter strenger Einhaltung der Regeln der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Ihre Telefonnummer wird ausschließlich für die telefonische Beratung verwendet.
Durchblutungsstörung der kleinsten Blutgefäße im Innenohr

Die Stereozilen, also die feinen Hör-Sinneszellen im Innenohr, müssen ständig mit Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Blut versorgt werden. Nur dann können sie reibungslos funktionieren und ein optimales Hören gewähren. Sind aber die Blutgefäße verlegt oder verengt, können die Haarzellen nicht mehr mit dem lebensnotwendigen „Treibstoff“ versorgt werden, arbeiten nicht richtig oder sterben sogar ab.

Experten vermuten, dass bei einem Hörsturz eine Durchblutungsstörung der kleinsten Blutgefäße im Innenohr (Mikrozirkualtion) die Ursache sein kann.

Die Ursache: Virusinfektion

Wird ein Ton wahrgenommen, wird dessen Schall im Ohr in Nervenimpulse umgewandelt und an das Gehirn weitergegeben. Manche Virusinfektionen, wie beispielsweise Herpesviren, greifen Nervenzellen an und können diese schädigen, sodass ein plötzlicher Hörverlust entsteht. Da die Nervenzellen nicht mehr richtig funktionieren und die Berührungssensibilität geringer ist, verspüren viele Patienten ein Taubheitsgefühl.

Die Ursache: Virusinfektion

Das Innenohr ist mit zwei speziellen Flüssigkeiten gefüllt: die Perilymphe und Endolymphe. Manche Wissenschaftler vermuten, dass eine veränderte Zusammensetzung der Flüssigkeiten als Grund für die plötzliche Schwerhörigkeit fungieren kann. Diese Veränderung führt meist zu Schwindelanfällen und kann auch eine Ursache für die Krankheit Morbus Menière sein.

Sie haben eine Frage?

Lassen Sie sich jetzt kostenlos und unabhängig beraten.

Die Ursache: Stress

Steht der Körper unter andauerndem Stress, schüttet er vermehrt Adrenalin aus. Aufgrund der zu kurz kommenden Ruhephasen, bei denen in der Regel der Gegenspieler Noradrenalin ausgeschüttet wird, wird vermutet, dass das Adrenalin die Blutgefäße verkrampfen lässt. Die Versorgung der Hör-Sinneszellen mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen kann durch die entstehende Durchblutungsstörung nicht mehr gewährleistet werden, weshalb die ursprüngliche Ursache der veränderten Durchblutung Stress ist.

Die Ursache: Bakterielle Infektionen

Eine Borrelien Infektion, in der Regel ausgelöst durch einen Zeckenbiss, oder eine Mittelohrentzündung können auch zu einem Hörsturz führen. Der Zusammenhang der Infektion ist noch umstritten.

Die Ursache: Veränderung der Halswirbelsäule

Verschleißerscheinungen die an der Halswirbelsäule entstehen, können zur Minderung der Durchblutung des Innenohrs führen. Die Haarzellen können folglich nicht ausreichend versorgt werden und arbeiten nicht richtig beziehungsweise sterben ab. Auch ein Schleudertrauma nach einem Autounfall kann solche Folgen haben und in manchen Fällen zu einem Hörsturz führen. Haben Sie auch unter einer Hörminderung nach einem Hörsturz zu leiden und wollen mithilfe eines Hörgeräts Abhilfe schaffen? Unsere Hörgeräte-Experten helfen Ihnen gerne dabei einen Hörakustiker in Ihrer Nähe zu finden.

Diagnose

Bei ersten Anzeichen eines Hörverlustes sollte umgehend ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Werden die Haarsinneszellen über einen längeren Zeitraum nur mangelhaft mit Sauerstoff versorgt, sterben diese ab und ein dauerhafter Hörverlust stellt sich ein.

Um einen Hörsturz zu diagnostizieren, führt der HNO-Arzt zunächst einen Hörtest durch, um festzustellen, ob es sich um eine Schallempfindungs- oder Schallleitungsstörung handelt. Zudem wird eine Otoskopie durchgeführt, um Verletzungen im Gehörgang oder des Trommelfells auszuschließen. Eine Blutuntersuchung lässt Viren oder Bakterien erkennen, welche eine Durchblutungsstörung nach sich ziehen können. Um eine Engstellung der Halsschlagader festzustellen, wird häufig auch eine Ultraschalluntersuchung angeordnet. Da die Ursachen dieses plötzlichen Hörverlustes so vielfältig sein können, wird bei der Diagnose nach einem Ausschlussprinzip verfahren.

Sie haben eine Frage?

Lassen Sie sich jetzt kostenlos und unabhängig beraten.

Therapie

Da nicht immer ein eindeutiger Auslöser für den Hörsturz erkennbar ist, kann man sich häufig nicht nur auf eine Behandlungsmöglichkeit verlassen. Dennoch gibt es bereits viele Therapieansätze, die erfolgreich eingesetzt wurden. Geht der Hörsturz nur mit einem leichten Hörverlust, der bereits abklingt, einher, war höchstwahrscheinlich Stress der Auslöser und ein paar Tage Ruhe und Erholung reichen als Behandlung aus. Weitere Therapiemöglichkeiten sind:

  • Tabletten

    Kortison, Medikamente auf der Basis von Procain oder Vitamin B-Präparate, werden verordnet, da sie entzündungshemmend wirken und die Nerven blockieren, die eine Gefäßverengung bewirken.

  • Intratympale Therapie

    Direkt ins Ohr, genauer in das Trommelfell, wird eine Glukokortikoid- Spritze verabreicht. Da das Kortisonpräparat nicht erst über die Venen gehen muss, erhöht es nicht den Blutzuckerspiegel, sodass diese Behandlungstherapie auch bei Diabetikern angewandt werden kann.

  • Hyperbare Sauerstofftherapie

    Dem Patienten wird in einer Überdruckkammer Sauerstoff verabreicht. Die Wirkung dieser Behandlungsmethode ist noch sehr umstritten und wird nur in wenigen Druckkammerzentren angeboten.

  • Biomentale Therapie nach Geuel

    Dieser psychoanalytische Ansatz stellt die Entspannung von Geist und Körper in den Mittelpunkt. Durch positives Denken sollte das bewusste „Ausschalten“ von Stressfaktoren gefördert werden. Besonders hilfreich ist dieser Therapieansatz, um einem weiteren plötzlichen Hörverlust vorzubeugen.

  • Hörgerät bei anhaltendem Hörsturz

    Kommt es letztendlich zu einer dauerhaften Hörminderung, kann diese nur durch ein Hörgerät kompensiert werden, da bereits abgestorbene Haarsinneszellen sich nicht wieder kurieren beziehungsweise nachwachsen können.

Risikofaktoren

So vielfältig wie die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten eines Hörsturzes, sind auch die Risikofaktoren. Mögliche Risikofaktoren sind:

  • Übergewicht

  • Bluthochdruck

  • Diabetes Mellitus

  • Rauchen

  • Stress

  • Fettstoffstörung wie ein erhöhter Cholesterinspiegel

Die Risikofaktoren können entweder alleine oder in Verbindung miteinander in einem Hörsturz resultieren, da viele dieser Faktoren zu einer Durchblutungsstörung führen.

Sie haben eine Frage?
  • Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0631 / 20 400 500 an oder lassen Sie sich von unseren Hörgeräte-Experten kostenlos und unverbindlich zurückrufen.
Bekannt aus - Desktop
Bekannt aus - Tablet
Bekannt aus - Smartphone